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Bergenbahn-Sehenswürdigkeiten: Was, wann und wo man hinschauen sollte

Bergenbahn-Sehenswürdigkeiten: Was, wann und wo man hinschauen sollte

From Oslo: one-way self-guided tour to Bergen (rail and cruise)

Duration: Full day

  • Scenic railway
  • Fjord cruise
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Was sind die landschaftlich schönsten Streckenabschnitte der Bergenbahn?

Der dramatischste Abschnitt ist Geilo bis Myrdal – etwa 90 Minuten über das Hardangervidda-Plateau. Der Bahnhof Finse (1.222 m) ist das visuelle Highlight, mit dem vom Bahnsteig sichtbaren Hardangerjøkulen-Gletscher. Der Abstieg von Myrdal Richtung Voss ist der technisch dramatischste. Die Einfahrt nach Bergen durch das Bergensdalen-Tal ist landschaftlich schön, aber ruhiger.

Was die Bergenbahn außergewöhnlich macht

Die meisten landschaftlich schönen Zugreisen sind ein oder zwei Stunden lang schön. Die Bergensbanen ist für fünf ihrer sieben Stunden landschaftlich reizvoll und durchquert dabei eine Folge von Landschaften, die mehr von Norwegens geografischer Bandbreite repräsentieren als jede andere einzelne Eisenbahnlinie.

Die Fahrt von Oslo nach Bergen umfasst 492 km und überquert das Rückgrat Norwegens – vom meeresnahen Osten hinauf durch die Bergwälder, über das Hardangervidda auf über 1.200 Metern und hinunter durch das Fjordland zur Westküste. Jeder Abschnitt hat seinen eigenen Charakter; keiner sieht aus wie irgendwo sonst in Europa.

Dieser Leitfaden ist ein detaillierter Blick auf das, was Sie tatsächlich sehen, Abschnitt für Abschnitt, mit Ratschlägen zu Sitzplätzen, worauf man achten sollte und wie sich das Erlebnis je nach Jahreszeit verändert.

Abschnitt 1: Oslo nach Drammen (km 0–53, 45 Min.)

Was Sie sehen: Oslos Vorortgewirr, den Oslofjord kurz sichtbar von der rechten Seite, dann Wald und das Drammenfjordtal.

Beachtenswert: Die Drammenfluss-Brücke bietet den ersten richtigen Landschaftsblick. Das Drammener Stadtzentrum ist kurz sichtbar, als der Zug durchkurved.

Landschaftswertung: 2/5 – dies ist Pendlergebiet.

Sitzen: Jede Seite. Orientieren Sie sich und suchen Sie den Speisewagen.

Abschnitt 2: Drammen nach Hønefoss (km 53–130, ca. 50 Min.)

Was Sie sehen: Das Flusstal der Drammenselva weitet sich, dann beginnt das Numedal-Tal. Birken- und Fichtenwälder. Hügelig werdendes Gelände. Die ersten Bauernhöfe mit traditionellen roten norwegischen Holzhäusern tauchen auf.

Beachtenswert: Vikersund hat eine berühmte Skisprungschanze, die vom Zug sichtbar ist. Geilo (das Skigebiet) ist noch zwei Stunden entfernt; dieser Abschnitt ist die Übergangszone.

Landschaftswertung: 3/5 – echtes norwegisches Land, nicht spektakulär, aber repräsentativ.

Sitzen: Rechte Seite für Waldblicke; das Gelände ist hier nicht stark asymmetrisch.

Abschnitt 3: Hønefoss nach Geilo (km 130–263, ca. 90 Min.)

Was Sie sehen: Zunehmende Höhe. Die Bäume lichten sich, dann weichen sie Moorland. Die ersten Berggipfel tauchen auf. Seensysteme werden größer. Bei Nesbyen befinden Sie sich klar in den Bergen.

Beachtenswert: Bei Ål (um km 240) hat sich die Landschaft vollständig zu Bergterrain geöffnet. Der Talboden ist breit; die umliegenden Gipfel sind 1.000–1.200 m hoch.

Bei Geilo (km 263, 800 m Höhe): Der Zug erreicht das erste große Skigebiet der Strecke. Im Winter sind die Hänge vom Zug sichtbar. Im Sommer ist Geilo ein Wander- und Radziel.

Landschaftswertung: 3,5/5 – aufbauend.

Abschnitt 4: Geilo nach Finse – die Hardangervidda-Überquerung (km 263–341, ca. 80 Min.)

Dies ist das Herzstück der Bergenbahn-Reise. Alles andere ist Aufbau oder Auflösung; dies ist der Höhepunkt.

Was Sie sehen: Hinter Ustaoset (km 278) endet die letzte bedeutende Baumdecke. Die Bahn tritt in das Hardangervidda ein – 8.000 Quadratkilometer Hochplateaulandschaft auf etwa 1.000–1.300 Metern Höhe. Baumlos, seendurchsetzt, riesig.

Im Sommer sieht das Hardangervidda aus wie Tundra: niedrige Vegetation, Moorpfühlen, flechtenbewachsene Felsen. Rentiere sind häufig vom Zug aus sichtbar – das Hardangervidda hat eine der größten Rentierpopulationen Europas (etwa 7.000–10.000 Tiere). Im April und Mai bedeckt Schnee noch große Teile des Plateaus; im Januar und Februar kann er mehrere Meter tief sein.

Finse (1.222 m): Das visuelle Highlight der Bergenbahn. Die Station liegt am höchsten Punkt der Hauptstrecke und ist nur mit dem Zug erreichbar (keine Straße führt nach Finse; im Winter nicht einmal ein Schneemobil). Der Hardangerjøkulen-Gletscher ist 3–5 km südlich sichtbar – seine blau-weiße Kuppel bildet den dominierenden Hintergrund hinter der Station.

Finse ist auch der Drehort für Teile der Eisplanet-Hoth-Sequenzen in The Empire Strikes Back, die 1979 gefilmt wurden. Die trostlose Schneelandschaft war fast perfekt geeignet.

Fotografieren bei Finse: Der Gletscher liegt auf der rechten Seite (Süden) bei einer Fahrt Oslo nach Bergen. Fenstersitze B/D bieten den besten Blick. Der Zug hält kurz in Finse; Sie haben keine Zeit zum Aussteigen für Fotos, sofern Sie nicht aussteigen.

Nach Finse (km 341–380): Die Bahn setzt ihre Fahrt über das Plateauseen-System des Hardangervidda fort. Lange Tunnel führen sie durch die exponiertesten Kämme; offene Abschnitte bieten Plateaublicke. Die Tundra beginnt westlich in Richtung der Fjorde abzusteigen.

Landschaftswertung: 5/5.

Sitzen: Rechte Seite (Sitze B/D) für den Gletscher bei Finse.

Abschnitt 5: Kreuzungspunkt Myrdal (km 380–395)

Myrdal (867 m) ist der Ort, wo die Flåmsbana nach Süden in Richtung Flåm abzweigt. Der Kreuzungsbahnhof liegt in einem Kessel, umgeben von Bergen; an der Station selbst gibt es nicht viel zu sehen, aber sie ist der Ausgangspunkt für den Flåmsbana-Abstieg.

Wenn Sie auf der Bergenbahn weiterfahren, setzt der Zug seinen Weg nach Westen fort.

Zwischen Myrdal und Voss (km 395–430): Der technisch dramatischste Abschnitt der Bergenbahn. Der Zug steigt in 35 km durch eine Kombination aus langen Tunneln und exponierten Kammüberquerungen um 480 Meter ab. Der berühmte Gravhalsen-Tunnel (ein gebogener Tunnel, der sich im Berg um 180° dreht, um den Höhenunterschied zu überbrücken) ist für Fahrgäste nicht sichtbar, aber die Wirkung, in eine völlig andere Richtung anzukommen, als man eingefahren ist, demonstriert die Ingenieurskunst.

Landschaftswertung: 4,5/5 für die technische Dramatik; die Blicke werden teilweise durch Tunnel eingeschränkt.

Sitzen: Linke Seite (A/C) bietet bessere Talblicke beim Abstieg Richtung Voss.

Abschnitt 6: Voss nach Bergen (km 430–492, ca. 60 Min.)

Was Sie sehen: Von Voss westlich wird das Gelände zur Fjordlandschaft. Die Bahn folgt See- und Fjordufern mit gelegentlichen Wasserblicken und den Bergen darüber. Der Evangerfjord und der Bolstadfjord sind kurz sichtbar.

Die Einfahrt in Bergen: Beim Abstieg durch das Bergensdalen – das Tal, das nach Bergen führt – wird der Bergring der Stadt sichtbar. Bergen ist berühmt für seine sieben Hügel; vom Zug aus sieht man mehrere davon, die auf die Stadt unten zulaufen.

Ankunft am Berger Bahnhof: Der Bahnhof befindet sich im Stadtzentrum, 10 Minuten zu Fuß von Bryggen, dem hanseatischen Kai und dem Fischmarkt.

Landschaftswertung: 3,5/5 – schöne Fjordlandschaft, weniger dramatisch als das Plateau.

Saisonaler Leitfaden: Wann reisen

Sommer (Juni–August)

Vorteile: Maximales Tageslicht (17–18 Stunden), alle Einrichtungen geöffnet, Wildblumen auf dem Plateau, Wasserfälle in voller Kraft. Nachteile: Juli ist überfüllt; der Zug befördert viele Touristengruppen. Weit im Voraus buchen.

Frühling (Ende April–Mai)

Außergewöhnlich: Das Hardangervidda hat auf Höhenlagen noch Schnee, während die Täler ergrünen. Wasserfälle aus der Schneeschmelze sind am stärksten. Der Kontrast zwischen weißem Plateau und grünem Tal ist am ausgeprägtesten. Menschenmengen: Im Vergleich zum Sommer sehr gering. Oft die beste Reisezeit.

Herbst (September–Oktober)

Empfohlen: Der Birkenwald in den Tälern färbt sich goldgelb. Das Flåmdalen-Tal hat ab Mitte September besonders spektakuläre Herbstfarben. Die Menschenmengen nehmen nach dem Ende der Schulferien stark ab.

Winter (November–März)

Anderes Erlebnis: Das Hardangervidda im Winter ist eine arktische Landschaft aus tiefem Schnee und gefrorenen Seen. Der Zug befördert weniger Touristen und mehr Einheimische. Reisezeit erhöht sich leicht durch die Bedingungen. Finse im Februar ist mit Metern von Schnee bedeckt – außergewöhnlich zu sehen.

Praktische Fotografiehinweise

Kameraeinstellungen: Das Fensterglas in norwegischen Zügen ist sauber und meist kratzerfrei, aber Polfilter helfen bei der Reduzierung von Reflexionen. Für schnelle Landschaftsaufnahmen mindestens 1/500s Verschlusszeit verwenden.

Bestes Licht: Frühzüge, die Oslo gegen 7:09 Uhr verlassen, erreichen Finse gegen 12:30 Uhr – Mittagslicht, nicht ideal für Fotografie. Die Abfahrt um 9:05 Uhr erreicht Finse gegen 14:20 Uhr, was besseres Nachmittagslicht auf dem westlich gerichteten Gletscher bietet. Nachmittagsabfahrten (14:05 Uhr ab Oslo) erreichen Finse nach 19:00 Uhr im Sommer – ausgezeichnetes goldenes Licht, aber der Abstieg nach Bergen kommt nach Einbruch der Dunkelheit an.

Für die vollständige Streckenplanung einschließlich der Norway-in-a-Nutshell-Verbindung lesen Sie Norway in a Nutshell erklärt und den Oslo-nach-Bergen-Zugführer.

Häufig gestellte Fragen

  • Auf welcher Seite des Zuges hat man den besten Blick auf der Bergenbahn?
    Von Oslo aus: rechte Seite (Sitze B oder D) für das Hardangervidda-Plateau und den Gletscheranblick bei Finse. Linke Seite (A oder C) für bestimmte Talaussichten Richtung Voss und die Einfahrt in Bergen. Für Erstbesucher bietet die rechte Seite von Oslo nach Bergen die beste Gesamtlandschaft einschließlich des Hardangerjøkulen-Gletschers bei Finse.
  • Wie ist der Bahnhof Finse als Zughalte?
    Finse (1.222 m) ist einer der ungewöhnlichsten Bahnhöfe Norwegens – nur mit dem Zug erreichbar, keine Straße. Das Bahnhofsgebäude hat ein Hotel und ein kleines Café. Der Hardangerjøkulen-Gletscher ist 3–5 km vom Bahnhof entfernt sichtbar. Im April–Mai nutzt das Eisjagd-Radrennen das gefrorene Gelände rund um Finse. Im Winter ist es ein Langlaufziel.
  • Ist die Bergenbahn im Winter landschaftlich schön?
    Ja, dramatisch schön. Das Hardangervidda im Winter ist eine arktische Tundralandschaft – schneebedeckt, weiß und weit. Finse kann mehrere Meter Schnee haben. Der visuelle Charakter unterscheidet sich völlig vom Sommer und ist ebenso beeindruckend. Winterzüge fahren wegen der Bedingungen langsamer; die Reise kann bis zu 7,5–8 Stunden dauern.
  • Wie vergleicht sich die Bergenbahn mit der Flåmsbana für Landschaft?
    Sie ergänzen sich. Die Bergenbahn zeigt eine weite, horizontale Landschaft – das gewaltige Hardangervidda-Plateau, Bergseen und offener Himmel. Die Flåmsbana zeigt eine vertikale Landschaft – den 866-Meter-Abstieg durch ein enges Tal mit Wasserfällen und steilen Wänden. Zusammen bilden sie das vollständige Norway-in-a-Nutshell-Landschaftspaket; keine der beiden erzählt allein die ganze Geschichte.
  • Gibt es gute Haltestellen zum Aussteigen entlang der Bergenbahn?
    Geilo ist im Winter einen Besuch wert als Skigebiet. Finse lohnt eine kurze Pause im Sommer für außergewöhnliche Landschaft rund um die Station und Fahrradverleih (die Rallarvegen-Fahrradroute von Finse nach Flåm ist eine bekannte Sommeraktivität). Voss ist eine Basis für Outdoor-Aktivitäten. Alle erfordern Übernachtungsplanung, da der nächste Zug Stunden später fahren kann.

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